Zertifizierung Plastische Chirurgie Hamburg

Brustimplantate Vergleich

Brustvergrößerung (Augmentation)

Auswahl der richtigen Implantate: Typen, Formen, und Risiken. Wechsel und Entfernung von Brustimplantaten.

Die Brustvergrößerung mit Brustimplantaten ist in der plastischen Chirurgie eine sehr häufige Operation. Brustimplantate werden z.B. aus kosmetischen Gründen, bei angeborenen Fehlbildungen oder nach Brustkrebsoperationen eingesetzt. Jahr für Jahr findet eine Weiterentwicklung und Verbesserung der angebotenen Implantate statt. Nichtsdestotrotz kann es auch zu Problemen durch das Einsetzen von Brustimplantaten kommen.

Bei der Augmentation (Brustvergrößerung) ist es sehr wichtig, die Patientinnen auf alle möglichen langfristigen Probleme hinzuweisen. Deswegen sollten insbesondere unterschiedliche Implantattypen oder auch alternative Operationsmethoden zur Brustvergrößerung vorab besprochen werden.

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Typen und Formen von Brustimplantaten

Silikonimplantate
mit Silikongel gefüllte Brustimplantate

Die in Deutschland am häufigsten eingesetzten Brustimplantate sind mit Silikongel gefüllt. Eine individuelle Anpassung ist bei diesen Implantattyp problemlos möglich, da es eine Auswahl an verschiedenen Größen, Formen, Höhen, Breiten und Projektionen gibt. Sowohl runde als auch tropfenförmige (anatomisch geformte) Implantate kommen zum Einsatz. Das innenliegende Silikongel ist formstabil, d.h. es bewegt sich nicht hin und her. Bei einer Schädigung der Implantathülle entleert sich das Implantat so gut wie nicht. Am häufigsten werden Brustimplantate mit rauer Oberfläche verwendet.

Vorteile von Silikonimplantaten:

  • Große Auswahl in Form und Größe
  • Geben eine gute Brustform
  • Lassen sich sehr gut an anatomische Gegebenheiten anpassen
  • Natürliches Ergebnis auch bei schlanken Patientinnen möglich

Nachteile und Risiken von Silikonimplantaten:

Silikongel kann mit den Jahren molekülweise durch die Implantathülle heraus diffundieren und lagert sich dann im Körper ab. Am häufigsten sammelt sich das herausgetretene Silikon um das Brustimplantat, seitlich an der Brustkorbwand oder in den nächstliegenden Lymphknoten. Unser Organismus kann Silikon nicht selbstständig abbauen.

Die unsymmetrische Form der anatomisch geformten Brustimplantate bedingt, dass die Implantathülle eine raue Oberfläche haben muss. Seit Anfang 2018 wurde ein Zusammenhang zwischen Brustimplantaten und einer sehr seltenen Krebsform (Non-Hodgkin-Lymphom – ALCL) bestätigt. Aufgrund der geringen Anzahl an Erkrankungen ist die Studienlage noch sehr dünn. Vermutet wird ein Zusammenhang mit der sehr groben Texturierung der Implantatoberfläche. Da diese Krebsform sehr selten ist, fehlen noch statistisch signifikante Daten über die genauen Gründe. Trotz allem müssen Patientinnen vor der Operation darauf hingewiesen werden.

Mit Silikongel gefüllte Brustimplantate brauchen zum Einbringen in den Körper einen größeren Zugangsweg als z.B. mit Kochsalzlösung gefüllte Implantate. Dadurch entsteht eine längere Nabe.

Kochsalzimplantate
(mit Kochsalzlösung gefüllte Brustimplantate)

Mit Kochsalzlösung gefüllte Implantate sind im Grunde genommen mit sterilem Wasser gefüllte Silikonhüllen. Diese Brustimplantate werden im leeren Zustand in den Körper eingebracht und erst in der vorbereiteten Implantatloge mit der Kochsalzlösung befüllt. Da die Kochsalzlösung dem umgebenden Gewebe wenig Widerstand bietet, sollte die Implantathöhle nach der Brustvergrößerung möglichst groß gehalten werden. Dies kann man durch die sogenannte Implantatmassage erreichen. In den meisten Fällen haben die Implantate eine glatte Oberfläche.

Vorteile von Kochsalzimplantaten:

Wird die Implantathülle beschädigt, läuft das Brustimplantate leer und dies wird sofort sichtbar. Dadurch besteht nicht das Risiko, wie bei silikongelgefüllten Implantaten, dass das Silikon über die Zeit unmerklich aus der kaputtgegangenen Implantathülle an die Umgebung abgegeben wird.

Beim Austreten der Flüssigkeit aus der Implantathülle sind keine gesundheitlichen Risiken zu befürchten. Die Kochsalzlösung wird vom Körper vollständig abgebaut und nicht im umliegenden Gewebe gespeichert.

Bei Verwendung von Implantaten mit einer glatten Implantathülle sind nach heutigem Kenntnisstand die Risiken zur Entwicklung der sehr seltenen Blutkrebsart (ALCL) geringer als bei der rauen Implantathülle.

Bei ausreichender Gewebeabdeckung (z.B. unter dem Brustmuskel) bewegen sich die Implantate sehr natürlich.

Da die Implantathülle zusammengerollt in den Körper eingebracht und erst dann mit dem sterilen Wasser gefüllt wird, ist die Brust-OP über kleine Hautschnitte möglich.

Mit Kochsalzlösung gefüllte Implantate sind sehr gut zur axillären (durch die Achselhöhle) oder perimamillären (um die Brustwarze herum) Augmentation geeignet.

Nachteile und Risiken von Kochsalzimplantaten:

Da Kochsalzlösung im Gegensatz zum Silikongel nicht formstabil ist, können nur runde Implantate eingesetzt werden.

Bei Verwendung von glatten Implantaten sollte lebenslang eine Implantatmassage von der Patientin durchgeführt werden. D.h. das Implantat muss in der Loge in alle Richtungen bewegt werden. Dadurch bleibt die Implantathöhle groß und geschmeidig und das Implantat wird nicht zusammengedrückt.

Da aus jedem Implantat mit der Zeit geringfügig etwas Material verloren geht, kann das Implantat mit der Zeit kleiner werden.

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Brustimplantate: Nachsorge

Einmal eingesetzte Implantate (egal welchen Typs) bedingen, dass die Patientinnen in regelmäßiger ärztlicher Kontrolle verbleiben sollten. Auffälligkeiten, wie zum Beispiel nach der Abheilung entstehende Flüssigkeit um das Implantat herum, nicht zu erklärende Schmerzen oder neu entstandenes Gewebe in der Nähe des Implantates bedürfen einer medizinischen Kontrolle, ggf. einer Bildgebung (Mammographie, Sonographie, ggf. MRT).

Folge-OPs nach Brustvergrößerung:
Wechsel oder Entfernung von Brustimplantaten

Grundsätzlich ist bei einer Brustvergrößerung eine Folgeoperation im Verlauf des Lebens sehr wahrscheinlich. Vor allem, wenn die Implantate im jungen Erwachsenenalter eingebracht wurden.

Gründe für die hohe Zahl an Folgeoperationen sind zum Beispiel:

  • Kapselfibrose
  • Verformung der Brust
  • Kaputte Brustimplantate
  • Hängen der Brust mit oder über dem eingesetzten Implantat

In vielen Fällen gestalten sich die Revisionsoperationen komplizierter als die eigentliche Brustvergrößerung. Häufig muss gleichzeitig eine Straffung der Brust und eine Teilentfernung oder gar vollständige Entfernung der Implantatkapsel vorgenommen werden.

Bei sehr schlanken Patientinnen ist die Gewebeabdeckung nach Implantatentfernung noch dünner als bei der Erstaugmentation, sodass eine Kombination mit einer inneren Gewebeabdeckung oder Fettgewebstransplantation erwogen werden muss. Auch sollte genau überlegt werden, ob wirklich erneut ein Brustimplantat eingebracht werden soll oder ob es alternative operative Methoden gibt.

Spezialistin für Entfernung und Wechsel von Brustimplantaten

Aufgrund meiner langjährigen Erfahrung im Bereich der Brustrevisionsoperationen habe mich in meiner Praxisklinik unter anderem auf diesen Bereich spezialisiert.

Brustvergrößerung mit Eigenfett

Neben dem Wechsel der Implantate und der Neuformung der Brust nehme ich in zunehmendem Maße die Brustvergrößerung mit Eigenfett (Fettgewebstransplantation) vor.

Bei ausreichendem Brustgewebe oder Fettgewebe erfolgt die Neuformung über dem getauschten Implantat. Wenn möglich und wenn die Patientinnen damit einverstanden sind, versuche ich, die problematisch gewordenen Implantate nicht erneut mit einem Fremdkörper zu ersetzen. Stattdessen erfolgt die Brustrekonstruktion mit körpereigenem Gewebe.

Bei sehr schlanken Patientinnen oder beim Wunsch nach einer sehr großen Brust hat diese Methode jedoch ihre Grenzen, sodass eine erneute Brustvergrößerung mittels Implantaten notwendig wird. Hier finden Sie mehr Informationen: Brustvergrößerung mit Eigenfett

 

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